Wir waren dabei: Zeitarbeit iGZ-Bundeskongress in Münster

Jun 20, 2013 von

Wir waren dabei: Zeitarbeit iGZ-Bundeskongress in Münster

Die wichtigste Information wurde auf dem iGZ-Bundeskongress in Münster zuallererst verkündet: Der Vorstand hat in der abgelaufenen Periode gut gearbeitet und wurde dabei gemäß dem Kassenbericht und dem Rechnungsprüfungsbericht einhellig entlastet. Aber auch ansonsten gab es viel Positives und Informatives rund um die iGZ zu berichten. Nach einem echten Wahlmarathon ist Anne Rosner zur neuen Beisitzerin gewählt worden und unterstützt zukünftig den Vorstand.
Aus dem Team der MMAP in Aurich waren Frau Polak, Herr Müller und Herr Erley vor Ort dabei – und aus Münster haben wir einige Informationen mitgebracht, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten.

iGZ bleibt nach Abstimmung eigenständiger Verband

Dagegen haben die IGZ-Mitgliedsunternehmen einer langfristigen Fusion mit dem Bundesarbeitergeberverband Personaldienstleistung (BAP) eine klare Absage erteilt. Auf der iGZ-Versammlung in Münster sprachen sie sich bei nur einer Gegenstimme gegen die etwaige Fusion aus und setzten ein klares Zeichen in Richtung Eigenständigkeit. Das iGZ-Vorstandspapier, in dem eine entsprechende Kooperation bzw. Zusammenarbeit mit dem Bundesarbeitgeberverband Personaldienstleistung als empfehlenswert bezeichnet wird, fand demgegenüber durchweg Befürworter unter den iGZ-Mitgliedsunternehmen. Dass diese Absage in Bezug auf eine Fusion bzw. Zusammenlegung der beiden Verbände seitens der iGZ kein Affront gegenüber dem Bundesarbeitergeberverband Personaldienstleistung darstelle wurde im Rahmen der Veranstaltung in Münster aber postwendend klar gestellt. So verwies die iGZ-Bundesvorsitzende Ariane Durian zwar auf die unterschiedliche Ausrichtung der jeweiligen Verbandspolitik, lobte aber gleichzeitig die intensive und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der BAP in allen wichtigen Bereichen.

iGZ bietet für Mitglieder bei Problemen expliziten Mehrwert

Neben der Entscheidung für oder gegen eine Fusion der beiden Verbände hatte die Veranstaltung in der Münsterhalle aber noch weitere wichtige Entscheidungen und Informationen zu bieten. So bekamen die rund 200 Teilnehmer gleich nach der Begrüßung durch die iGZ-Bundesvorsitzende den Rechenschaftsbericht für das abgelaufende Jahr vorgelegt bzw. geliefert. In diesem Zusammenhang verwies sie auch auf die unglaubliche Entwicklung, welche die Interessenverband deutscher Zeitarbeitsfirmen im Laufe der 15 Jahre seit Gründung genommen hat. Innerhalb ihres Rückblicks verwies die iGZ-Bundesvorsitzende auch auf das stets situationsbedingte und erfolgreiche Generieren von Lösungen für Probleme bzw. Turbulenzen. Exemplarisch hierfür stehen die Schwierigkeiten, die mit dem Einführen der Branchenzuschläge verbunden waren. In diesem Fall konnte die iGZ nämlich mittels einer zeitnahen Reaktion und durch ein umfassendes Angebot in Bezug auf Schulungs- und Seminarmaßnahmen für einen echten Mehrwert für die Mitglieder. Nach eigenen Angaben schulte die iGZ dabei in rund 90 Sonderseminaren über 3.000 Mitglieder.

Vom iGZ-Kompetenzpass über die Tarifkommission

bis zu Mindestentgelt-Verhandlungen. Thematisiert wurde auch die Zusammenarbeit mit der Bundesagentur der Arbeit. Dabei stand vor allem der iGZ-Kompetenzpass im Mittelpunkt entsprechender Ausführungen seitens des stellvertretenden iGZ-Bundesvorsitzenden Sven Kramer, der innerhalb der iGZ für den Bereich rund um die Arbeitsmarktpolitik verantwortlich ist. Dieser appellierte diesbezüglich eindringlich an die Mitgliederunternehmen den iGZ-Kompetenzpass, der die Umsetzung des aufgestellten Ethik-Kodex realisiert. Diesbezüglich fungiert dieser Pass als eine Art Akte, in der sämtliche Kenntnisse dokumentiert werden, die der jeweilige Mitarbeiter während seines Einsatzes bei einem Kundenunternehmen erlernt. In diesen Kontext passte auch der Ausblick in Bezug auf die Arbeit der Tarifkommission von Holger Piening, der die Geschicke der Tarifkommission leitet. Ein bisheriges Resümee der Verhandlung mit den Gewerkschaftsführern fiel dabei durchaus positiv aus, wenngleich der aktuelle Tarifvertrag mit den Gewerkschaften zum 31, Oktober dieses Jahres ausläuft. In diesem Zusammenhang informierte er noch einmal die Anwesenden über die nunmehr zu verhandelnden Forderungen der Gewerkschaften, die neben einer umfassenden Ost-West-Angleichung ein Mindestentgelt von 8,50 Euro forderten; inbegriffen in diese Forderungen ist eine zeitliche Steigerung des Mindestentgelts bis auf neun Euro. Bei der Veranstaltung kamen auch negativ besetzte Themen auf den Tisch. Der Beschluss, dass die Abgaben in Bezug auf die Sparte Sport erhöht werden und es dadurch zu einer Querfinanzierung in diesem Bereich kommt, bedeuten nämlich laut iGZ-Funktionär Martin Gehrke rund 20 Millionen Euro an zusätzlichen Aufwendungen für die Zeitarbeit.

Viele Grüße aus Münster,
das Team des MM Auricher Personalkontor

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